18. April 2010

Wie bei jeder Tour - egal welcher Art - sollte die Planung immer auf das körperlich schwächste Mitglied der Gruppe ausgelegt sein. Das ist bei einer mehrtägigen Radreise mit einem acht Monate alten Kleinkind nicht anders. Diesem Motto folgend haben wir die Eckpunkte unserer Tour auf unseren Emilian zugeschnitten. Nur so konnten wir sicher gehen, dass die Tour nicht zur Tortour wird. Denn Emilian mag zwar das körperlich schwächste Mitglied unserer Mannschaft sein, aber wenn es darum geht, seinen Willen durchzusetzen, dann ist er unumstritten der Stärkste. Die Unternehmung kann also nur dann Spaß machen, wenn auf die Bedürfnisse aller Beteiligten eingegangen wird. Überraschungen und Ungeplantes wir auch so noch genug auf uns zukommen, aber sonst wäre es ja langweilig.

Folgende Kriterien waren für die Routenwahl unserer ersten Radreise mit Kind entscheidend:


  • Die Strecke sollte in 3 bis 4 Tagen machbar sein
    Es sollte nicht länger werden, damit wir sehen ob so eine Radtour dem Emilian überhaupt Spaß macht und damit die Belastung für ihn nicht zu groß wird.

  • Die Route sollte möglichst flach mit wenigen Steigungen verlaufen
    Zum Anfangen ist das Gepäck für 2 Erwachsene und einem Baby, der Kinderanhänger und natürlich das Baby selbst schwer genug. Lange Steigungen wollten wir vorerst vermeiden.

  • Die Tagesetappen sollten nicht viel länger als 30km sein
    Vormittag 1,5 Stunden und dasselbe am Nachmittag scheint uns für Emilian und uns genug zu sein.

  • Die Strecke sollte so viel wie möglich auf Radwegen oder wenig befahrenen Straßen verlaufen
    Die Unfallgefahr und die Belastung durch Abgase sollte dadurch möglichst minimieren werden.

  • Es sollte kein Problem sein in kurzer Zeit eine Unterkunft zu finden
    Die mühsame Suche nach einem Zimmer mit einem hungrigen Baby sollte vermieden werden.

  • Es sollte leicht möglich sein, die Tour an jedem Punkt unkompliziert abbrechen zu können



Nach Berücksichtigung dieser Kriterien haben wir uns für einen Teil des Radweges "Via Claudia Augusta" entschieden. Das Teilstück verläuft durch das westliche Südtirol. Es beginnt am Reschenpass führt weiter durch das Vinschgau und schließlich über Meran nach Bozen. Die Strecke erfüllt genau unsere Anforderungen:

in 4 Tagen machbar, es geht fast nur bergab, man kann fast ausschließlich auf Radwegen fahren, Unterkünfte sind im Vinschgau sehr viele vorhanden und dank Bahn und Bus können wir fast in jedem Ort zu unserem Ausgangspunkt zurückgelangen.

Wir erweiterten unsere Planung mit dem, südlich von Bozen gelegenen, Kalterer See als Tourenziel. Von dort wollen wir dann über den Ort Auer zurück nach Bozen radeln. An unserem Startpunkt am Reschen, wo unser Auto steht, gelangen wir per Bahn und Bus. Wir planten die Route mithilfe des Bikeline Radtourenbuches Etsch-Radweg und mithilfe der Webseite gpsies.com. Ein GPS-Gerät sollte uns die Navigation auf der Tour erleichtern.

Als die Route feststand, musste nur noch das Wetter mitspielen. Unsere Geduld wurde ein wenig auf die Probe gestellt. Nach den ersten vielversprechenden warmen Tagen und einer Proberadtour mit Anhänger kam plötzlich wieder Schnee. Knapp 3 Wochen lang waren die Temperaturen und das Wetter alles andere als gemütlich. Aber Anfang April waren die Wettervoraussagen endlich besser und wir beschlossen, die Tour zu starten.

Hier nochmal die Route, wie wir sie gefahren sind mit zugehörigem Höhenprofil:








12. April 2010

Start am Reschensee
Wir sind zurück! Bettina, Emilian und ich haben unsere erste gemeinsame Radreise hinter uns gebracht. Dabei radelten wir in vier von fünf Tagen gut 160 Kilometer durch das westliche Südtirol. Wir starteten am Reschenpass, durchradelten das Vinschgau bis nach Meran und erreichten dann den Kalterer See. Von dort ging es zurück nach Bozen und am letzten Tag kehrten wir per Bahn und Bus zurück an den Startpunkt.

Unser Fazit: Es ging alles lockerer als erwartet und es wird sicher nicht die letzte Radreise zu dritt. Der acht Monate alte Emilian fühlte sich in seinem Chariot-Radanhänger und vor allem am Abend beim "Ausgehen" sichtlich wohl.
In den nächsten Beiträgen werden wir Tag für Tag über die Erlebnisse auf unserer Radtour - nennen wir sie mal "Vom Schnee zum See" - berichten.

P.S: Ob Schicksal oder nicht, wir sind im Nachhinein froh, die Tour bereits einen Tag früher als geplant beendet zu haben. Am Tag danach hat sich im Vinschgau das unfassbare und folgenschwere Bahnunglück mit vielen Todesopfern ereignet. Dieselbe Route sind auch wir gefahren.
27. Januar 2010

Herrliche Aussicht ins Navistal
Am Wochenende war das Wetter perfekt und schnell stand fest, wir gehen rodeln. Ein kurzer Blick auf www.winterrodeln.org zeigte uns, dass wir ein wenig fahren müssen, um gute Verhältnisse zu finden. Wir entschieden uns für die Rodelbahn auf die Stöcklalm im Navistal. Wir sollten es nicht bereuen, die Bahn war in bestem Zustand, kein bischen eisig und griffig von oben bis untern. Aber auch die Einkehr in die gemütliche Stöcklalm lohnte sich.

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26. Januar 2010

Emilian unser Sonnenschein
Der letzte Eintrag im Taos-Blog liegt schon eine ganze Weile zurück. Genauer gesagt schon mehr als 1 Jahr und zwei Monate. Inzwischen ist bei uns einiges passiert.

Aus zwei Outdoorbegeisterten sind jetzt 3 geworden. Ja ihr habt richtig gehört, wir haben Nachwuchs bekommen. Emilian - unser Tiroler Prachtstück - ist am 07.08.09 auf die Welt gekommen. Er bestimmt nun zum größten Teil unseren Rhythmus. Ihm verdanken wir einige der schönsten Momente unseres Lebens, welches sich mit seiner Geburt um 180 Grad verändert hat.

Aus den Episoden der Outdoor-Abenteuer eines kleinen Erdenbürgers wollen wir hier hin und wieder berichet. Auch als "virtuelles Tourenbuch" werden wir diesen Blog hoffentlich wieder regelmäßiger benutzen. Viel Spaß beim Lesen!
02. November 2008

Vom Strassberghaus über die Alplhütte auf dem Normalweg zum Gipfelkreuz des Karkopfs. Toureninfos unter www.tourenwelt.at
26. Oktober 2008

Schöne Herbstwanderung bei fast Hochsommerlichen Temperaturen im Navistal. Toureninfos unter www.tourenwelt.at
05. Oktober 2008

Bei traumhaften Wetter mit Stefan über den Lengauer Steig über den Mittagskogel auf den kleinen Pölven. Im oberen Bereich durften wir ganz schön Schnee stapfen und im Wald hatten die tauenden Bäume immer wieder "Regengüsse" parat.... Tourbeschreibung: www.tourenwelt.at
27. September 2008

Winterliche Bedingungen auf der heutigen Wanderung auf die Westl. Schöberspitze im Schmirntal. Ab ca. 2.100 m Seehöhe stapften wir durch Schnee, der im schattigen und eingewehten Nordkar bis zu 30 cm tief war. Erste Bilder siehe www.tourenwelt.at
17. August 2008

Schnee am Gipfel
Da wir heute zu Mittag wieder daheim sein müssen, haben wir uns für die kurze Wanderung auf den Gaiskogel entschieden. Wir starten in Kühtai bereits um 6.30 Uhr, so konnten wir den Liftbenützern aus dem Weg gehen. Beschreibung und Bilder unter www.tourenwelt.at
10. August 2008

Am Hochfeiler
Am Samstag sind wir bei Nieselregen am späteren Nachmittag von der 3. Kehre der Pfitscherjochstrasse auf die Hochfeilerhütte gewandert. Dort durften wir einen lustigen Hüttenabend mit 3 Bozner Studenten erleben.

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