Gleich eines vorweg: obwohl das Gebiet um den Snaefell von Rentieren bevoelkert ist, haben wir leider keines gesehen. Das war aber auch schon der einzige Wehrmutstropfen der 4 1/2taegigen Trekkingtour. Ansonsten hat naemlich alles bestens geklappt.
Man glaubt es kaum,sogar das Wetter war uns besonders gnaedig.
Am Sonntag den 5. August liessen wir uns mit einem Taxi zur Huette am Fusse des Snaefell bringen. Noch regnet es, so wie auch die Tage zuvor. Aber die freundliche Huettenwaertin meinte,der Wind haette gedreht und das sei ein Zeichen fuer gutes Wetter - und sie sollte Recht behalten. Bei wolkenlosem Himmel marschieren wir am naechsten Morgen Richtung Vatnajoekull, dem groessten Gletscher Europas. Als heutige Schluesselstelle muessen wir eine Gletscherzunge, den Eyjabakkajoekull ueberqueren. Gegen Abend errichten wir unseren Zeltplatz direkt an der Gletscherzunge. Auch der naechste Morgen brachte bestes Wetter. Ueber viele Graeben,Baeche und Geroellhalden naehrten wir uns unserem Tagesziel, der Selbstversorgerhuette Geldingafellskali. Die konnten wir aber erst nach durchwatung des eisigen Gletscherbaches Blanda erreichen.

Die naechsten 2 Etappen waren technisch etwas leichter, aber landschaftlich umso reizvoller: Moosflaechen in leuchtendem Neongruen, blaue Seen und tief in die Taeler herunterreichende Gletscherzungen. Wir uebernachten bei der wundschoen an einem See gelegenen Egissel- und tags darauf bei der Mulaskali-Huette. Am letzten Tag gehts noch ca. 1 Stunde zum Parkplatz, wo bereits ein Hochlandbus auf uns wartet und uns zurueck in den Ort Hoefn brachte. Kaum verlassen wir das Hochland, setzt auch schon wieder leichter Regen ein - typisch islaendisch. Aber uns ist es egal, wir gehen trotzdem ins Freibad und waermen uns in den Hot Pools....typisch islaendlisch....