Aufstieg zum Zuckerhütl
Der Freitagnachmittagsstress hat sich gelohnt - wir fahren direkt nach der Arbeit ins Ötztal und treffen uns mit Kurt, Juliane, Andreas, Stefan und Gitti. Von Sölden bringt uns ein Bus von der "Linie" in einer abenteuerlichen Fahrt zum Gasthof Fiegl. Wir wandern dem Talboden entlang bis zur Materialseilbahn der Hildesheimerhütte und entledigen uns dort der schweren Rucksäcke - diese dürfen wir mit der Materialseilbahn hinauf befördern. Der Weg führt direkt von der Seilbahn in nördliche Richtung immer steil und in vielen Serpentinen bis zur Hildesheimer Hütte. Dieser Stützpunkt ist wirklich sehr zu empfehlen – leckeres Essen, gute Bewirtung und sehr sehr nette Hüttenpächter. Nach ein paar Flaschen Wein gehts ab ins Lager, wo uns bereits ein Schnarchkonzert erwartet. Nach einer kurzen Nacht sitzen wir bereits um 6.00 Uhr beim Frühstück. Leider geht’s Stefan aufgrund der Höhe nicht gut – Gitti wird mit ihm im Laufe des Vormittages nach Sölden absteigen.

Wir jedoch packen unsere Sachen und steigen über einen kleinen Steig hinter der Hütte ab und steuern in einem grosß Bogen auf den Gletscher zu. Wir ziehen die Steigeisen an und begehen den nicht allzu steilen Gaiskarferner in 5-er Seilschaft bis zum Pfaffenjoch. Nach einer kurzen Pause geht’s auf dem Sulzenauferner weiter bis zur Firnflanke des Zuckerhütls. Die Verhältnisse des Anstieges sind perfekt und so kraxeln wir hinauf bis zum wunderschönen Gipfelkreuz, wo wir unsere Jause und die Aussicht genießen. Bevor die großen Seilschaften kommen, steigen wir ab. Andreas, Christof und ich beschließen noch eine „Speedbegehung“ des Wilden Pfaffes, während sich Kurt und Juliane einen windgeschützten Platz suchen. Ohne Rucksack und Eisen steuern wir direkt auf den Wilden Pfaff zu und erreichen nach etwa einer halben Stunde das Gipfelkreuz. Ehrlich gesagt ist von der Aussicht her der Wilde Pfaff ein lohnenderes Ziel: Der imposante Blick auf das Zuckerhütl und der Blick auf die Müllerhütte und auf das Becherhaus bilden ein traumhaftes Panorama. Nach ein paar Fotos steigen wir gleich wieder ab, bevor uns der stürmische Wind verweht. Der Abstieg ist recht schnell gemeistert, auf dem Weg zum zum Pfaffenjoch versinkt Juliane kurz mit einem Fuss in einer Spalte, und über dem Gaiskarferner läuft in kleinen Bächen das Wasser und bald ist die Hildesheimer Hütte wieder erreicht. Wir erfahren, dass es Stefan bereits wieder gut geht und zu Hause angekommen ist.

Für den Abstieg von der Hütte nehmen wir den flacheren längeren aber knieschonenderen Weg. Beim Gasthof Fiegl machen wir noch kurze Rast bei Kaffe und Kuchen, bevor der Bus von der „Linie“ uns wieder bis nach Sölden bringt.
Alles in allem eine traumhafte Tour mit besten Bedingungen und super Wetter.

Fotos gibts in der Galerie