Sulzkogel (3016 m)
Montag 01. Mai 2006
Endlich wiedermal eine (gem)einsame Tour mit Asti. Schade, dass Tanja nicht dabei sein konnte! Nach einigem Überlegen, wo es wohl noch gut gehen könnte oder wo noch genügend Schnee liegt schlug Asti den Sulzkogel im Kühtai vor. Eine wahrlich gute Idee, wie sich zeigen sollte.
So gegen viertel nach 7 brechen wir vom Gasthof Alpenrose bei nahezu wolkenlosem Himmel Richtung Finstertaler Stausee auf. Eine dreiviertel Stunde lang führte uns die Spur bis zur Staumauer. Der teilweise zugefrorene See hat kaum noch Wasser. Wir fahren wieder ein paar Höhenmeter am linken Seeufer hinunter und folgen diesem bis zum Ende des Sees. Von hier steigen wir zuerst nur wenig steil wieder auf. Hier zweigt nach links die Spur zum Finstertaler Schartenkogel ab. Wir aber nehmen die rechte, überqueren den Ausläufer eines riesigen Schneebrettes und treffen bald auf die erste Steilstufe dieser Tour. Von den zwei möglichen Wegen um einen Felsen herum wählen wir den in der Sonne liegenden rechten. Man merkt schon, dass auf dieser Höhe der Schnee nicht wirklich durchgefroren sondern "faul" ist. Nach der kurzen Anstrengung wird es wieder flacher und wir gehen den Gamezkogelferner, oder zumindest dem was von ihm noch übrig ist, entlang. Von hier aus kann man schon gut den Gipfel des Sulzkogels sehen. Bald erreichen wir die zweite Steilstufe und merken nach wenigen Metern, dass hier ohne Harscheisen nicht viel zu holen ist. Also packen wir sie aus und montieren sie an unseren Skieren. Die Flanke ist zwar noch relativ hart, aber man merkt, dass die Schneedecke von Minute zu Minute weicher wird. Als Asti schon längst auf dem Kamm angekommen ist und schon ausgiebig seine neue Kamera testet, hängen Betti und ich noch im Steilen und keuchen die letzten Meter hinauf. Das Gipfelkreuz ist bereits sichtbar und Asti zieht gleich mit seinen Skiern eine Spur dem Grat entlang nach oben. Da ich mit den Skiern samt Harscheisen keinen Halt finden kann, wollen wir es hier am eigentlichen Skidepot gut sein lassen. Dann hören wir aber von oben: "Geh kimm, des packt´s schon, den 3.000er derfts enk nit entgehen lassen" und plötzlich auch die Worte von dem netten älteren Herrn von unten: "Do mögts lei aui giahn, so guate Verhältnisse weiss i überhaupt no nia. Ski weck und aui!" Nach diesen motivierenden Worten stapfen wir zu Fuss dem Grat entlang nach oben, wo Asti bereits mit einem Gipfelschnaps auf uns wartet. Wir genießen kurz die umwerfende Aussicht, machen ein paar Fotos und treten bald wieder den Abstieg bis zum Skidepot an, da es hier oben ziemlich windet. Mittlerweile befinden sich Unmengen von Leuten am Depot und gleich viele am Aufstieg zum Gipfel bzw. in der letzten Steilstufe.
Kategorie: Schitouren
von: Bettina


Christian am Samstag 06. Januar 2007 16:25:11
überhaup, a geile seitn habts da!