Subjektive Beobachtungen an einem LVS-Geräte-Tag
Sonntag 21. Januar 2007

Bei mäßigen Wetter stiegen wir vom Parkplatz des Hochalter-Liftes im Kühtai in einer knappen Stunde in die "Gossenkölle" unterhalb des Pirchkogel auf ca. 2400 m auf. Bei wiedrigen Bedingungen, schlechter Sicht und heftigem Wind, übten wir mit Bergführer Ingo und seinen Kollegen die Ortung von vergrabenen LVS Geräten. Nach diesem gut organisiertem Kurstag habe ich für mich nachfolgende Beoabchtungen gemacht und meine Schlüsse daraus gezogen. Ich möchte dabei betonen, dass diese weder objektiv noch in irgendeiner Form wertend zu sehen sind.

2. Mit allen Arten der Geräte lassen sich alle Aufgaben meistern, Voraussetzung ist aber immer, das der Suchende sein Gerät versteht und damit auch schon mehrmals geübt hat. Das Verhalten der einzelnen Geräte ist dermaßen unterschiedlich, dass nur mehrmaliges praktisches Training zum Erfolg führen kann.
3. Die Suchzeit lässt sich nur mit den Geräten der neuesten Generation auf ein Minimum reduzieren. Analoge Geräte benötigen um einiges mehr an Erfahrung und sind auch bei bester Kenntnis langsamer.
4. Ein einzelner Verschütteter lässt sich mit allen analogen und besonders mit den digitalen Geräten in wenigen Minuten finden. (Übung vorausgesetzt!)
5. Mehfachverschüttungen lassen sich mit wenigen neuen Geräten sehr schnell und effizient lösen. Besonders rumreich waren dabei die Modelle "Pieps DSP" (die neuste Version bzw. die ältere Version mit Softwareupdate und neuem Sender) und der "Barryvox Pulse". Mit ihnen lassen sich bereits gefunden Verschüttete "ausblenden", um ohne Störsignale nach weiteren Opfern zu suchen. Bei allen anderen - auch digitalen - Geräten ist die Suchzeit bei einer Mehrfachverschüttung je nach Situation um einiges länger.

Wer bereits Besitzer eines älteren Pieps DSP ist, dem würde ich auf alle Fälle das aktuelle noch kostenlose Softwareupdate empfehlen. Wir konnten beide Versionen testen, wobei bei dem Gerät mit der neueren Software die Suche zielsicherer durchgeführt werden konnte. Außerdem soll laut Herstellerhomepage das Markieren bei einer Mehrfachverschüttung verbessert worden sein. Zusätzlich lässt sich auch der Sender des älteren DSP für € 20,- austauschen. Der neue Sender kann, wie oben schon erwähnt, zwischen dem Signal eines anderen LVS Gerät senden.
In die Riege dieser Geräte könnte sich auch das schon lange angekündigte Ortovox S1 einreichen. Das Gerät ist aber bis zum heutigen Zeitpunkt noch nicht erhältlich.
Abschließend ist nur zu sagen, dass der LVS-Geräte-Tag für mich einige neue Erkentnisse gebracht hat. Der Umgang mit dem LVS-Gerät hat sich bei mir deutlich verbessert. Ich kann nur jedem der sich im Winter im freien Gelände bewegt zu so einem Kurs raten. Angenehmer Nebeneffekt: Man lernt neue Leute und vielleicht auch den einen oder anderen Tourenpartner kennen.
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