letzter steiler Anstieg
Orientierungsprobleme sollten uns auf der heutigen Tour auf die Schöntalspitze in den Sellrainer Bergen bei Lüsens begleiten. Wie sich später herausstellt hatten nicht nur wir dieses Problem...



Vom (gebührenpflichtigen 3 Euro) Parkplatz beim Alpengasthof Lüsens folgen wir zuerst dem Forstweg Richtung "Westfahlenhaus Sommerweg" und dann weiter bis zu einem Wasserschloss - genau wie es in der Tourenbeschreibung steht, die wir gestern noch ausgedruckt hatten. Wir queren hier den Bach und bretteln mühsam über extrem steiles Gelände - wie es auch bereits Vorgänger gemacht haben dürften. Allerdings sind bald keine Aufstiegsspuren mehr zu sehen und wir kommen schnell ins zweifeln, ob das der richtige Weg ist. Wir beschließen den Forstweg wieder ein Stück zurück zu gehen und eine andere Aufstiegsmöglichkeit zu suchen. Hier treffen wir auf eine Spur und gehen rechts über einen baumfreien Hang nach oben.

Erst in einer Höhe von ca. 2.000 m queren wir den Bach und folgen der Spur im Schöntal Richtung Westen über wunderschönes Schigelände nach oben. Nach 600 Höhenmetern erreichen wir ein Becken. Vor uns zwei steile Hänge: Rechts in schönen gleichmäßigen Spitzkehren gespurt, links Spuren über Steine und Felsen. Laut Karte müßte es der linke Hang zur Steintalspitze sein, aber es ist kein Gipfel zu sehen. Verunsichert gehen wir weiter. Bald wird das Spitzkehrengehen aufgrund der vielen Steine und Fussspuren fast unmöglich. Gleich hinter uns befinden sich jetzt zwei Tourengeher, die uns bestätigen dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden. Im oberen Drittel des Hanges machen wir unser Skitdepot - zu viele Steine und ziemlich steiles Gelände. Wir stapfen die letzten 150 Höhenmeter zu Fuss nach oben, das Gipfelkreuz wird erst im letzen Moment sichtbar. Nach ausgiebiger Rast und guter Jause tauchen auch Daniel und Paul am Gipfel auf - auch sie hatten auch im unteren Teil etwas Orientierungsprobleme ;-)

Gemeinsam steigen wir dann wieder zum Skidepot ab. Christof und ich fahren rechts über die steile Rinne ab, um den Steinen auszuweichen. Wir halten uns auch weiterhin rechts und fahren über wunderschönes Schigelände und überraschend guten Schnee bis zum Talboden ab. Wir geniessen noch bei einem Radler die Sonne, bevor diese hinter dem Lüsener Fernerkogel verschwindet.

Infos auch unter www.tourenwelt.at