Geschafft!
Um uns perfekt auf das am Abend stattfindendet Frühjahrskonzert einzustimmen, haben wir beschlossen, endlich unseren Hausberg mit Skiern zu bezwingen. So gings bereits am Freitag hinauf Richtung Krimpenbachalm. Kurz vorher wählten wir ein paar apere Stellen neben einem Stadl zu unserem Zeltplatz. Und diesmal suchten wir wirklich gründlich, denn aus unserem Irlandtrip haben wir doch was gelernt ;-) Am Vorabend zeigte sich der Roßkogel und seine Umgebung von der besten Seite. Sowohl der Lawinenwarnbericht wie auch der Wetterbericht waren hervorragend. Wir kochten uns noch zur Stärkung Nudeln mit Käsesauce und verkrochen uns bei relativ angenehmen Temperaturen in das Zelt.
Obwohl der Wecker schon um halb 6 losging, schafften wir den Abmarsch erst so gegen 7 Uhr. Klar, ein Kaffee und ein Müsliriegel mussten natürlich bei dem herrlichen Sonnenaufgang auch noch verdrückt werden. Der Weg führte zuerst flach zum Zaun an dem entlang wir dann immer steiler werdend zum "Windegg" aufstiegen. Zu diesem Zeitpunkt war der Schnee noch pickelhart. Die erste Steilstufe war geschafft und schon mussten wir auch unsere Skier ausziehen und auf den Rucksack schnallen. Der Weg wurde nun zunehmend steiler und der Untergrund wechselt zwischen Schnee und Fels. Je länger wir auf dem Weg waren, desto weicher wurden vor allem die ostseitigen Schneehänge. So passierte es schon mal dass man bis zum Oberschenkel versank. Die Schlüsselstelle war ca. 80 Höhenmeter unter dem Gipfel. In relativ steilem Gelände mussten wir genau am Übergang zwischen Gras mit sehr brüchigen Gestein und dem weichen Schnee unterhalb eines Felsen queren. Es ist aber alles gut gegangen und so standen wir gegen halb 10 am Gipfel. Es war kaum ein Wolke am Himmel und wir genossen die herrrliche Aussicht auf das Inntal und in das Lüsenstal bei einer Tasse Tee. Lang konnten wir uns aber nicht hier oben aufhalten, denn der Schnee firnte schon gut auf. Um 10 gings dann den Südhang bei idealen Verhältnissen hinab bis zum "Schartl". Der Firn könnte nicht besser sein. Auch das Steilstück nach dem Schartl war super zum befahren. Wir querten dann unterhalb der "Kogelrinne" wieder hinüber zum Hang des Windegg und erreichten unseren Zeltplatz. Die Frühjahrssonne machte sich stark bemerkbar, was uns zwar zum Schwitzen brachte, aber das Zelt komplett auftrockenen lies. Nach dem Zusammnepacken gings wieder der Skipiste entlang bei überraschend guten Schneeverhältnissen bis zum Auto.
Den riesigen Nudelteller zum Mittagessen haben wir uns wahrlich verdient!

Genaue Tourenbeschreibung unter www.tourenwelt.at