Wilder(links) und Aperer Freiger (rechts) spiegeln sich im See
Auch am Nationalfeiertag wollten wir das perfekte Herbstwetter nutzen um uns in die Berge zu begeben. Diesmal sollte es die Mairspitz in der Nähe der Sulzenauhütte sein. Wir wählten diesen Berg, weil der Aufstiegsweg südlich gelegen ist. Es hatte dort oben nämlich schon realtiv viel geschneit. Wir parken das Auto in der Nähe der Grabaalm im Stubaital. Der Steig führt zuerst durch den Wald und dann durch Gebüsch bergauf bis wir den Talboden erreichen. Der Wirt der Sulzenaualm hat dieses Wochenende noch offen und entläd gerade die Materialseilbahn. Wir aber gehen durch das Tal und biegen nach der Almhütte rechts hinauf und erreichen nach insgesamt 1 1/2 Stunden die Sulzenauhütte. Sie ist bereits geschlossen und winterfest gemacht worden. Wenige Meter weiter führt uns der Weg Richtung Nürnbergerhütte. Auch die Brücken über die Bäche wurden bereits entfernt. Vielleicht auch ein Grund dafür, dass wir kaum jemanden begegnen. Außer einer Gams, die uns eine zeitlang neugierig begleitet herrscht eine beruhigende Stille.

Gämse, Gams oder Gemse (wie auch immer) vor dem Sulzenaukogel
Die Mairspitze selber ist eher ein unauffälliger Berg. Wenn man nicht genau weiss wo er ist, kann man das Gipfelkreuz von unten kaum erkennen. Erst kurz vor dem Gipfelaufbau, dort wo man zum Niederl abzweigen kann, erahnen wir wo sich unseren heutiges Tourenziel befindet. Aber zuvor geht es realtiv steil und steinig nach oben. Einige Passagen sind mit Drahtseilen gesichert, wenngleich der Weg nur bei Nässe oder Eis wirklich gefährlich werden kann. Wenige Meter unter dem Gipfelkreuz zweigt ein weiterer Steig ab, der auch zur Nürnbergerhütte führt. Wie schon letzte Woche am Gänsekragen befindet sich auch hier eine feine Bank am Gipfel.

Wenn die Mairspitz auch recht unscheinbar aussieht, ermöglicht sie eine einmalige Sicht auf die Gletscherwelt rund um die Sulzenauhütte. Man sieht direkt auf den wilden Freiger Ferner, den Sulzenauferner und auf all die bekannten Berge dieser Region, Wilder Freiger, Wilder Pfaff, Zuckerhütl usw. Unten spiegln sich die leicht angeschneiten Berge in einigen kristallklare Bergseen. Der größte von Ihnen ist der Grünausee.
Nach der Gipfelrast gehen wir den gleichen Weg wieder zurück und genehmigen uns zufrieden bei den letzten wärmenden Sonnenstrahlen einen Radler auf der Sulzenaualm.
Hier treffen wir auch einige wenige Wanderer die auch noch das gute Wetter nutzten. Wer weiss wie lange es noch dauert bis der erste Schnee fällt...


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