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Das Längental ist das Kühtaier Seitental (neben Mittertal und Wörgetal) das wir am wenigsten kennen. Genauer gesagt waren wir überhaupt noch nie dort. So beschlossen wir einen der 3000er im Längental - den Hochreichkopf - zu besteigen. Das Auto parkten wir am Längentaler Speichersee und marschierten bei relativ frischen Temeraturen Richtung TIWAG Kraftwerk. Das Wetter ließ zu Beginn unserer Tour noch etwas zu Wünchen übrig. Aber der Wetterbericht versprach Besserung noch in Vormittagsstunden. So gings anfangs ohne viel Höhengewinn über eine noch gut ausgebaute Forststraße ins Längental, immer begleitet vom einem Bach. Die Forststraße wird dann zum Steig und wir passieren den ersten, der noch unzähligen Seen auf dieser Tour. Der Weg führt über eine kleine Steilstufe und biegt dann Richtung Westen ab. Hier wird das Tal breiter. Unser Ziel der Hochreichkopf ist jetzt gut sichtbar. Aber bevor wir direkt auf ihn zusteuern können, gehen wir das Längental über einen Anstieg und vorbei an 2 weiteren Seen bis zum Talschluss. Ab hier gehts auf gut markiertem Weg steil empor in ein Kar, über das man einige Schneefelder querend die Niederreichscharte erreicht. Dahinter fällt der Bergrücken steil nach Umhausen ab. Wir aber nehmen den Westgrat des Hochreichkopfes in Angriff. Ein wenig zum Klettern und manchmal mit ein paar Sicherungsseilen ausgestattet folgen wir anfangs der Gratlinie. Bald geht es aber rechts weg und wir müssen ein paar Rinnen querend einige Höhenmeter wieder absteigen. Nach einiger Zeit geht es wieder nach oben und wir erreichen die Hochreichscharte. Von hier sind es nur mehr zirka 100 Höhenmeter über den Südgrat zum Gifpel. Oben angekommen hat sich die erhoffte Wetterbesseung nicht eingestellt. Statt sich in der Sonne zu wärmen müssten wir Handschuhe und Kappe auspacken. Lang blieben wir allerdings nicht, den zusammen mit dem Wind wurde uns immmer kälter. Es ist schon lange her, dass ich mitten im Sommer einen "Hoanigl" hatte. Erst beim erneuten Abstieg zur Hochreichscharte, wurde uns langsam wärmer und die Sonne blickte hin und wieder durch die dichten Wolken. Wir folgen zuerst dem Weg zur Guben-Schweinfurterhütte, verlassen diesen aber schon bald bei 2 Seen in Richtung Norden. Über wegloses und steiniges Glände steigen wir weiter ab bis wir schließlich wieder über eine Schuttreise ins Längetal absteigen können. Von hier gehts dann wieder, diesmal bei Sonnenschein, zurück zum Parkplatz beim Stausee.