Gehrenspitze
Da der Wetterbericht für heute bessere Verhältnisse für die Nordteile Tirols vorhergesagt hat, entscheiden wir uns für ein kleine aber feine Tour im Wettersteingebirge. Es geht vom Gaistal aus auf die 2367m hohen Gehrenspitze.

Bevor wir uns auf den Parkplatz Nummer 2 im Gaistal stellen dürfen, müssen wir noch 4 Euro Gebühr bezahlen. Direkt gegenüber der Parkplatzeinfahrt folgen wir der Beschilderung "Wettersteinhütte" bzw. "Wangalm". Nach 5 Minuten verlassen wir den breiten Fahrweg und biegen in einen etwas schmaleren Weg ein. Nach einiger Zeit treffen wir auf einen Forstweg, den wir immer wieder durch kleine Steige abkürzen. Schlussendlich wohl einmal zuviel, denn wir machen eine kleinen Umweg nach Westen. Aber eine Schleife führt aber wieder zurück auf den Steig zur nett dekorierten Wettersteinhütte. Hier eröffent sich gleich ein schöner Blick auf das steile und brüchige Wettersteingebirge, wenngleich das Wetter heute nicht besonders gut ist.

Nur 15 Minuten später erreichen wir die Wangalm. Hinter der Hütte geht es über fruchtbare Almböden Richtung Norden. Kurz bevor man die Steilwände des Wetterstein erreicht, macht der Weg ein Schleife nach Osten. An dieser Stelle sind unzählige große Steine auf dem Almboden verteilt. Auf einen sind Gedanktafeln angebracht, von Menschen die auf der ganzen Welt in den Bergen ihr Leben verloren haben.
Es geht einen Grasrücken entlang bis zum Scharnitzjoch, wo wir auf dem Weg aus dem Puittal treffen. Hier sehen wir erstmals die Gehrenspitze in ihrer vollen Pracht. Die Nordseite dieses Felsrückens fällt beinahe senkrecht ins Puittal ab. Von hier aus meint man die Besteigung dieses Berges wäre nur durch klettern möglich.
Der Steig führt zuerst an der sogenannten Erinnerungshütte vorbei und am "Grat" dieses Grashügels bis zum felsigen Gipfelaufbau. Hier wechseln wir auf die weniger steile Südseite. Über einen bequemen Steig bewegen wir uns unterhalb des Grates um verschiedene Felsfomationen herum. Nach guten 3 Stunden erreichen wir schliesslich das Gipfelkreuz.

Bei guten Wetter - wir hatten leider keines, wenngleich sich sogar hin und wieder die Sonne zeigte - hat man von hier aus eine herrrliche Aussicht über Scharnitz, Seefeld, dem westlichen Karwendel aber auch auf die Berge der Miemiger Kette. Durch eine Scharte in der Werttersteinkette kann man sogar auf die Zugspitze schauen.

Unsere Jause am Gipfel ergänzten wir beim Abstieg noch mit einem großen Radler und einem ausgezeichneten "Topfiler" auf der Wangalm.


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