Gratwanderung
Das Wetter hätte laut Vorhersage etwas besser sein müssen. Aber man soll nicht unzfrieden sein, weshalb Kurt, Betti und ich gegen 8 Uhr bei der Eisbrücke im Fotschertal unsere Ski anschnallen und losmarschieren.

Zuerst geht es mal eine knappe Stunde ziemlich flach die Rodelbahn entlang. Kurz vor dem Alpengasthof Bergheim gehen wir nicht über die Brücke sondern gleich rechts neben dem Bach auf den Forstweg. Nach 2 Kurven biegt ein Weg dann nach links. Wir folgen diesem und gewinnen nur langsam an Höhe. Der erste Teil dieser Tour ist wirklich sehr flach. So manches Wegstück lässt sich aber durch den lichten Wald abkürzen. Wir gehen an der Admindalm vorbei und erreichen irgendwann freies Gelände. Bei einem Schild "Seigesalm" gehen wir nicht den Weg weiter, sondern biegen links den Hang hinauf.

Das Gelände ist rein optisch ein ideales Skigelände, aber wie gesagt nur rein optisch, denn schon zu beginn merken wir, dass hier der Schnee enorm verblasen und windgepresst ist. Je weiter wir der kaum sichtbaren Spur folgen, desto eher wird es gewiss: Bei der Abfahrt werden wir wohl nur Bruchharsch haben. Trotzdem kämpfen wir uns nach oben und erreichne nach 3 3/4 Stunden das Skidepot. Wenig später stehen wir am Gipfel des Fotscher Windegg und sehen auf die beeinruckenden Kalkkögel und das Karwendel. Da es oben ein wenig windig ist (Der Gipfel wird seinem Namen gerecht) steigen wir wieder zum Skidepot ab und jausnen dort. Aber da es nicht gerade warm ist, brechen wir bald auf und ahnen schon schlimmes.

Wie befürchtet ist der größte Teil der Abfahrt bruchharschig. Mit großer Mühe geht es langsam herunter, begleitet vom einen oder anderen Sturz. Aber allem in allem ist nichts passiert und wir erwischen im unteren Bereich sogar ein paar Schwünge in "normalem" Schnee.

Fazit: Bei Neuschnee oder Firn erwartet einem eine traumhafte Abfahrt, die aber zuvor erst mit einem recht langen und oft flachen Anstieg erarbeitet werden muss.

Genaue Infos zur Tour gibt es auf www.tourenwelt.at