Wegweiser
Beim Planen dieser Tour hatten wir eigentlich nicht gedacht, dass das ganze Unternehmen schlußendlich über 10 Stunden dauern würde. Begonnen hat das ganze im Stubaital kurz nach der Grawaalm beim Parkplatz zur Sulzenauhütte. Schon kurz nach 7 Uhr morgens bei frischen Temperaturen wanderten wir zur Sulzenaualm. Am Rande eines wunderschönen Talbodens mit abschließendem Wasserfall geht es mit den ersten Sonnenstrahlen zuerst flach und dann in Serpentinen zur Sulzenauhütte auf 2191m.

Von dort geht es weiter zur "blauen Lacke" und auf einenm Geröllgrat bis zu einer Abzweigung. Wir halten uns rechts und erreichen nach maßig steilem Felsgelände den Aussichtspunkt Hundsheim. Von hier hat man erstmals eine gute Aussicht auf die Fernerstube und den Gipfel des Wilden Pfaffen.
Wir müssen nun noch gut 400 Höhenmeter den Grat entlang zum Gipfel. Der Aufstieg ist schwieriger als es zuerst ausgesehen hat, weil auf den Steinen eine dünne Eisschicht liegt und es im Schatten extrem rutschig ist. Wir überqueren schroffe Felsblöcke und erreichen nach 4 1/2 Stunden den Gipfel. Wir bestauenen das neue Gipfelkreuz mit eingebauten Orgelpfeifen, die bei Föhn Töne von sich geben sollen. Bei uns war es leider (oder zum Glück ;-)) windstill. Eine Augenweide ist das Panorma mit den vielen Gletschern und die mächtigen Gipfel von Wilder Freiger, Wilder Pfaff und Zuckerhütl.
Nach der obligatorischen Jause geht es wieder herunter zum Aussichtspunkt Hundsheim. Von hier steigen wir nun zum Rand der Fernerstube ab und zweigen dann nach links. Wir queren direkt den unteren Ausläufer des Sulzenaufernens und steigen gleich wieder steil zum Beiljoch auf. Direkt auf dem Joch hat sich im Laufe der Jahre eine wahre "Steinmandlkolonie" entwickelt. Einige Hundert Steintürmchen säumen den Weg "102", einen Teil des Stubaier Höhenweges. Vom Joch geht es dann hinab zur Dresdnerhütte. Schon sichtlich ermüdet von der langen Tour müssen wir noch ca. 1 1/2 Stunden zur Talstation der Stubaier Gletscherbahnen absteigen. Unten angekommen stand uns noch ein weiterer Fußmarsch am Bach entlang zum Auto bevor.
Wie schon gesagt nach gut 10 Stunden erreichten wir gegen halb 6 hundemüde unseren Ausgangspunkt.

Fazit: Lange - aber wegen der guter Aussicht auf die Gletcherwelt der Stubaier Alpen - eine sehr lohnenswerte Tour. Der Apere Freiger ist auch technisch nicht allzu schwierig und erfordert keine Gletscherausrüstung.

Blaue Lacke oberhalb der Sulzenauhütte
Blick zurück zur Sulzenauhütte und der blauen Lacke.

"Singendes" GipfelkreuzAm "singenden" Gipfelkreuz des Aperen Freigers

Panorama am Gipfel
Blick vom Gipfel Richtung Wilder Pfaff und Zuckerhütl

Ausläufer des Sulzenau Ferners
Ausläufer des Sulzenau Ferners