Gipfelaufbau der Ahrnplattenspitze
Als wir letztes Jahr auf die Große Ahrnspitze gegangen sind, ist uns gleich der markante Gipfel der "Ahrnplattenspitze" aufgefallen. Besonders von Osten her schaut der Gipfel ziemlich spektakular aus, weshalb ich ihm gleich den Beinamen "Cerro Torre der Alpen" gegeben habe. Im nachhinein betrachtet frage ich mich immer noch, welcher Teufel mich da geritten hatte, diesen Vergleich anzustellen. Aber egal, schön ist der Gipfel allemal und so haben wir ihn dieses Wochenende in Angriff genommen. Wir sind also von Seefeld kommend nach Leutasch gefahren, durch das Ortszentrum hindurch und dann nach rechts Richtung Ahrn abgebogen. Nach kurzer Zeit erreicht man den Weiler und noch bevor der Ort zu Ende ist biegt man die letzte Straße nach rechts ab. Gleich nach der Brücke findet sich ein Parkplatz.

Für den Aufstieg wählten wir den Forstweg (Mountainbikestrecke Richtung Hoher Sattel) und erreichen nach einer 3/4 Stunde den Hohen Sattel. Von dort gehen wir die Abzweigung nach links. Zuerst durch Wald gehts es dann bald steinig und durch Latschenfelder steil bergauf. Nach einer Stunde erreicht man dann den Rücken und hat nun die Ahrnplatte direkt vor sich. Nun gehen wir fast eben zum Gipfelaufbau. Auch wenn dieser zuerst sehr steil und schwierig aussieht, sollte man sich vom ersten Eindruck nicht abschrecken lassen. Was jetzt folgt ist etwas Felskletterei, wobei eine Stelle mit dem 2. Schwierigkeitsgrad bewertet ist. Alles in allem aber kein Problem.

Nach ca. 2 1/2 Stunden Aufstieg werden wir mit einer unglaublichen Rundumsicht bei herrlichem Herbstwetter belohnt. Vor uns liegt Scharnitz mit dem Karwendelgebirge und hinter uns das Wettersteingebirge und etwas entfernt Mittenwald. Aber besonders der Blick ins obere Inntal und auf die Hohe Munde ist beeindruckend.
Wir jausnen ersteinmal und gönnen uns danach ein kurzes Schläfchen.

Für den Abstieg haben wir uns für eine andere Variante entschieden. Wir gehen zurück zum Bergrücken und wählen nicht den Aufstiegssteig, sondern folgen dem Schild mit der Aufschrift "Leutasch". Zuerst geht es relativ flach durch ein Latschenlabyrinth, bei dem man immer auf die Markierungen achten sollte, denn sonst erwischt man leicht den falschen Weg. Wir nehmen sozusagen beim vorbeigehen den Weißlehnkop, Arnkopf und Zwirchkopf mit bevor es über einen "Weg" nach unten Richtung Leutasch geht. Wobei der Ausdruck "Weg" schon stark übertrieben ist, denn fast bis zum Parkplatz geht es jetzt einem relativ schlecht markierten sehr steilen Hang hinunter. Ein Albtraum für jedes Knie. Ich werde auf jeden Fall bei meiner nächsten Besteigung sicher den Aufstiegsweg auch für den Abstieg verwenden. Auf keinen Fall würde ich hier gehen wenn es nass ist, denn der erdige Boden und die Wurzeln zwingen einem schon bei Trockenheit stets konzentriert zu gehen.
Aber auch der schlechteste Weg ist einmal zu Ende und wir kommen mit brennenden Sohlen beim Auto an.

Blick zur Ahrnplattenspitze Blick zur Ahrnplattenspitze

leichte Kletterstellen
Leichte Kletterstellen führen auf den Gipfel

PanoramaBlick Richtung Großer und Mittlerer Ahrnspitze

GipfelfotoRast auf dem Gipfel